Die Sache mit dem Unterstrich!

Ihr habt es sicher schon gemerkt, im letzten Artikel, einem Artikel von Johnny (Juhuuu), benutzte er zur Beschreibung einer Gruppe diesen Unterstrich „_“. Ich denke, dass jeder aufgeklärter Mensch so in etwa weiß, um was es sich dabei handelt. Bekannter ist wohl eher das binnen-I. Also das beschreiben beider Geschlechter einer Gruppe oder ähnlichen, also zum Beispiel: FreundInnen. Man hat dies genutzt, um sich die lästige Schreibarbeit, die mit dem niederschreiben beider Geschlchterbezeichnungen nun mal mit sich kommt, zu umgehen aber auch, um politisch und ethisch oder wie man das nennen mag, zu schreiben. Im Zuge der Emanzipation war es unumgänglich, beide Geschlechter gleichermassen anzusprechen. Daher das binnen-I. Neuerdings gibt es aber auch die Variante, und gerade mir das erstemal aufgefallen bei linken politischen Schriften, mit dem Unterstrich. Soviel zur kurzer Einführung, ich denke der Artikel vom Mädchenblog kann doch noch einige Anregungen geben und ist sehr zu empfehlen: http://maedchenblog.blogsport.de/2006/06/22/der-unterstrich/
So kommen wir nun zu meinen eigentlichen Anliegen. Hier will ich mal wirklich meine eigene Meinung zu diesem Thema widergeben und bin mir durchaus bewusst, dass sie vielleicht etwas falsch rüber kommen könnte, aber ich hoffe, dass ihr meinen Standpunkt versteht. Das Gendern, wie das schreiben beider Geschlechter genannt wird, regt mich einfach nur noch auf!
Dazu einige Hintergrundinformationen. Da wir in der Linksjugend Solid unserer Ortschaft sind, ist es normal, dass wir auf politische Korrektheit achten und in dem Sinne auch unsere Texte gendern. Zu Beginn fand ich das auch noch völlig in Ordnung und habe mich nicht beschwert. Doch irgendwann begannen einige Mitglieder jeden Text der irgendwo verfasst wurde zu gendern und das dann auch immer laut zu verkünden, dass da oder dort der Unterstrich fehlt. Da Sexismus etc. bei unserer Gruppe sowieso ein großes Thema ist, was vom Großteil immer gerne besprochen wird, war es klar, dass diese Geschlechter-Geschichte immer wieder auftreten würde. Aber damit genug. Nicht nur, dass normale Texte ohne weitere Relevanz dem gegender der Gruppe zum Opfer fiel, nein, selbst Gesprochenes musste gegendert werden. So kommt es immer wieder vor, dass man bei uns hört: „Demonstranten Unterstrich Innen“. So gesprochen. Wenn man das immer wieder hört und es keine Möglichkeit gibt, seine Gruppe zum Einlenken zu bewegen, da es ja unabdingbar ist, die korrekte Form zu verwenden, wird man mit der Zeit empfindlich für dieses Thema, um nicht zu sagen, man bekommt Anfälle, wenn wieder ein „Unterstrich Innen“ zu hören ist.
Es ist mir vollkommen klar und ich vertrete diese Meinung, dass Sexismus Sch***e ist, aber man muss es nicht übertreiben. In unserer Gruppe müsste es mittlerweile der Letzte erfahren haben, dass beide Geschlechter gemeint sind, von daher kann man es ja bei unrelevanten Texten aber auch Gesprächen weglassen. Solange es da steht wo es muss ist das OK. Mittlerweile bin ich aber auch schon so weit zu sagen, dass man am Anfang des Textes ruhig sagen kann, dass man beide Geschlechter anredet, wenn man nur die männliche Form benutzt, damit spart man sich das ewige Unterstrich setzen und man erreicht, dass der Text einheitlich ist und nicht von Unterstrichen verschandelt.
Soviel dazu. Natürlich ist das meine Meinung, und ihr könnt das natürlich ganz anders empfinden. Ich wollte euch jediglich einen Einblick in mein Leiden :P geben und zeigen, warum ich in meinen Texten auf das Gendern verzichte. Ich werde auch in diesem Artikel schonmal die Ankündigung machen, in allen meinen Beiträgen auf den Unterstrich zu verzichten aber immer beide Geschlchter oder auch geschlechtslosen anrede.
Mit diesen Worten verabschiede ich mich von euch,
Euer Udo!


2 Antworten auf „Die Sache mit dem Unterstrich!“


  1. 1 sdfüpol 27. Januar 2012 um 9:09 Uhr
  2. 2 Till 30. Januar 2012 um 21:12 Uhr

    Das like Button Plugin waere toll. Oder habe ich es nicht gesehen?

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